Die Qual der guten Vorsätze – Willkommen im Jahr 2014

Wie jedes Jahr haben die meisten Menschen gute Vorsätze für das neue Jahr. Irgendwie scheint der Jahreswechsel (und vielleicht die Pause davor) dazu zu führen, dass viele ihrem Leben eine neue Richtung geben wollen.
Gestern berichtete das Fernsehen über die aktuellen Vorsätze der Deutschen:

  • Mehr Sport treiben
  • Gewicht verlieren / bessere Ernährung
  • Mit dem Rauchen aufhören

Hmm. Nun sind wir aber weit weg davon entfernt, dass wir eine sportliche Nation von schlanken und nichtrauchenden Menschen sind. Aus diesem Grund sind es wohl auch immer die gleichen Vorsätze, die wir jedes Jahr erneut ins Auge fassen. Weil wir es meistens nicht schaffen.

Andere geben deswegen diese Idee nach vielen vergeblichen Vorsätzen in den Vorjahren komplett auf.

Sinn und Unsinn von Vorsätzen im Berufsleben

Jedoch gibt es diese Idee von „Ich mache alles anders“ nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf. Also im neuen Jahr steht z.B. auf der Liste:

  • Mehr kontinuierliche Kundengewinnung
  • Schreibe jede Woche einen Blogeintrag
  • Arbeite in der Woche maximal 45 Stunden
  • Führe diesmal wirklich mein Fahrtenbuch
  • Schreibe das Buch, dass ich seit 10 Jahren schreiben will
  • Mache meine Zeiterfassung
  • Rechne aktuell am Ende des Monats alle Leistungen ab
  • Mache meine Ablage usw.

So oder so ähnlich sieht Ihre Liste wahrscheinlich auch aus. Aber irgendetwas verhindert, dass wir erfolgreich mit den neuen Gewohnheiten sind – es sind die alten Gewohnheiten, die uns im Weg stehen.

Neue Gewohnheiten für neue Erfolge

Wenn wir irgendetwas verändern wollen, dann brauchen wir neue Gewohnheiten, neue Routinen, neue Prozesse.

Wir können alte Gewohnheiten nicht verlieren oder auslöschen – sie sind immer noch da. Und sie bleiben auch da, wenn man der aktuellen Forschung zu diesem Thema glauben darf. Wir können nur alternative Routinen entwickeln, die andere Handlungen auslösen statt der alten Gewohnheiten.

Dabei gibt es nicht nur persönliche Gewohnheiten mit Ihren Auswirkungen sondern auch Gewohnheiten innerhalb einer Organisation oder Firma. Und am Ende auch in Summe in einem Land insgesamt.

Wie kommt man nun zu einer neuen Routine?

Neue Routinen entwickeln sich am einfachsten, wenn sie den gleichen Auslöser nutzen, wie die alte Routine. Nehmen wir als Beispiel den Wunsch, mehr Kundenakquise zu betreiben. Okay, wie sieht die Routine bisher aus?

  • Sie kommen ins Büro
  • Sie machen sich einen Kaffee / Tee
  • Sie starten Ihren Rechner und öffnen Ihr Mailprogramm und lesen die Emails … und beantworten die erste, lesen die nächste – nur ganz kurz – dann noch eine …
  • Sie kommen am Abend wieder zu sich und der ganze Tag ist rum
  • Sie entscheiden sich heute niemanden mehr anzurufen, weil es ja schon so spät ist – und verschieben die lästigen Anrufe auf morgen

Nach unserem Beispiel hier ist der Auslöser der erste Kaffee am Morgen und danach das Öffnen des Mailprogramms. Eine neue Routine wird dann erfolgreich sein, wenn wir es schaffen, statt der Folge Kaffee/Email eine alternative Abfolge stattdessen zu verwenden: Kaffee/Akquiseanrufe -> und als Belohnung dann Emails lesen oder Facebook checken oder was auch immer.

Eine Gewohnheit nach der anderen

Ich vermute, die meisten Menschen scheitern bei der Veränderung Ihrer Gewohnheiten, weil sie diese internen Prozesse in sich selbst nicht genau genug kennen. Und sich zu viel vornehmen. Von Coachpotato zu Marathonläufer in einer Woche. Von Schokolade zu Vollkornspaghetti über Nacht.

Am Ende gibt es eine neue Gewohnheit, wenn wir während der Einführung nicht gleich so sehr übertreiben, dass uns dabei sofort der Spaß vergeht.

Also nicht von null Kaltanrufen zu 50 Anrufe/Tag. Sondern jeden Tag nur 3 Stück. Irgendwann sind die drei Anrufe einfach und ich ohne Probleme noch einen weiteren machen könnte, dann einfach die Zahl leicht erhöhen: Vier am Tag. Dann irgendwann fünf am Tag. Bis ich dann irgendwann bei meiner Wunschzahl angekommen bin.

Wer sich selber an seine Vorsätze erinnern lassen will – das Internet bietet eine Unmenge an Werkzeugen dafür – mein aktueller Tipp dafür: LIFT.do

Jetzt aber los – das Jahr läuft ja schon …

Mehr zum Thema Gewohnheiten bei diesen zwei Buchtipps:

Power of Now

Die Macht der Gewohnheit

Geschrieben von

Anthony-James Owen ist Geschäftsführer und Seniorberater der Guerrilla Marketing Group. Er verfügt über vielfältige Erfahrungen im Vertrieb und Marketing seit 1982. Er moderiert seit mehreren Jahren die populäre Sendung GuerrillaFM mit Tipps und Hinweisen zu mehr Wachstum und Profitabilität für Selbständige und mittelständische Unternehmen.

1 Kommentar

  1. Die Qual der guten Vorsätze – Willkommen im Jahr 2014

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    Regards
    Christoph

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