Wie geht es Ihnen heute?

Wie geht es Ihnen heute?
Mögen Sie diese Frage? Ja, oder nein?

Speziell, wenn Sie am Telefon gefragt werden von jemandem, den Sie gar nicht persönlich kennen.
Oder, wenn Sie selbst Leuten am Telefon diese Frage stellen, die Ihnen noch gar nicht persönlich bekannt sind.

Natürlich ist diese Frage an sich keine professionelle Verkaufsstrategie, aber sie kann einen starken Einfluss darauf haben, ob Ihr Interessent Sie mag oder nicht.
Wir könnten lange darüber diskutieren und in Workshops fragen Teilnehmer mich oft, ob sie nicht am Anfang fragen sollten, „ob es gerade passt“, „ob Sie Zeit haben“, „ob es gerade geht“ etc.
Im Prinzip sehr ähnlich unserem „Wie geht es Ihnen heute?“.

Manche lieben diese Formulierung, manche sagen, sie sei zu persönlich und wollen „gleich zur Sache kommen“.

Meine Meinung dazu: Wenn Sie sich damit wohl fühlen und wenn Sie mit wirklichem Interesse fragen und wenn Sie positive Ergebnisse bekommen – machen Sie weiter!
Wichtig hierbei ist das echte Interesse. Sie müssen dann auch wirklich die Antwort abwarten können.

In einem Telefon-Einzelcoaching hörte ich einen Verkäufer in seinen Telefonaten einmal gleich zu Anfang sagen „Wie geht es Ihnen heute?“ – und zwar noch, bevor er sich und seine Firma überhaupt vorgestellt hatte.
Ich war sehr überrascht.
Er sagte das in einem netten Ton, der wirkliches Interesse implizierte. Und in über 90 % der Gespräche bekam er positive Reaktionen.

Ich sage jetzt nicht, dass Sie das genauso machen sollten. Es funktionierte eben für ihn.
Und wenn Sie sich schon beim Lesen unwohl fühlen, dann lassen Sie es einfach sein.
Wenn Sie meinen, dass ein wenig Aufwärmen oder ein Eisbrecher Sie besser ein Telefonat starten lässt, dann probieren Sie doch mal Alternativen aus wie z.B:

„Ich hoffe, Sie haben einen erfolgreichen Wochenstart“, „Sie klingen, als ob Sie einen tollen Mittwochmorgen haben“, „ einen schönen Freitagmorgen…“
Wenn Sie beim Lesen denken, das bin nicht ich, dann lassen Sie es einfach.

Der gleiche „Wie geht‘s-Verkäufer“ probierte übrigens folgende Alternative aus: „Guten Morgen Herr Müller, hier ist ___ von___. Wie schön, dass ich Sie erreiche. Der Grund meines Anrufes ist,…“
Und raten Sie mal, wie seine Ergebnisse waren: Positiv!
Wie immer, kommt es auf den Ton und die Haltung an und natürlich auf die Worte.

Ein anderer Verkäufer, den ich coachen durfte, nutzte folgende Formulierungen, bei denen er übrigens sehr anteilnehmend und ehrlich klang:
„Guten Morgen Frau …, oh, es klingt als hätten Sie nicht so einen schönen Tag bisher…“ bzw.
„Guten Morgen Frau …, es klingt, als hätten Sie einen sehr erfolgreichen Tag heute!“

Als erstes dachte ich, positiv ist ja gut, aber negative Fragen?!?
Doch je länger ich darüber nachdachte, desto mehr mochte ich die ehrliche Anteilnahme und die Reaktionen waren durchweg positiv!

Also, es gibt nicht die richtige Art oder Formulierung, die für jeden passt.
Wenn Sie (noch) nicht die Ergebnisse bekommen, die Sie sich wünschen, probieren Sie etwas Neues aus.
Und achten Sie auf Ihre Betonung, Stimme, Haltung und auf Ihre Worte
Üben Sie, schneiden Sie Ihren Gesprächspart mit und finden Sie Ihren eigenen Weg!

Wie geht es Ihnen damit?
Eine erfolgreiche Woche!

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Geschrieben von

Geschäftsführerin und Trainerin für Akquise, Vertrieb und Kommunikation bei der Guerrilla Marketing Group. Sie co-moderiert seit mehreren Jahren die populäre Sendung GuerrillaFM mit Tipps und Hinweisen zu mehr Wachstum und Profitabilität für Selbständige und mittelständische Unternehmen.

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